💡 Die wichtigsten Fakten zur Forschungszulage auf einen Blick.

Kann ich mein Softwareprojekt öffentlich fördern lassen?

Datum: 28. Januar 2026

TL;DR – Zusammenfassung

Auch Software- und KI-Projekte können über die Forschungszulage gefördert werden – entscheidend ist, dass es um Innovation mit technischer Unsicherheit geht, nicht um Routineentwicklung. Im Antrag müssen Neuartigkeit, technische Risiken und ein planmäßiger Lösungsweg klar beschrieben werden. Auch externe Dienstleister/Freelancer können teilweise berücksichtigt werden – aber nur unter bestimmten Bedingungen. Viele Unternehmen lassen Geld liegen, weil sie Software fälschlich für „nicht förderfähig" halten oder den Innovationskern nicht sauber abgrenzen.

Software ist längst nicht mehr nur „Umsetzung", sondern oft der Kern echter technologischer Innovation – etwa bei neuen Algorithmen, komplexen Systemarchitekturen oder KI-gestützten Verfahren. Trotzdem scheitern Anträge zur Forschungszulage im Softwarebereich überdurchschnittlich oft, weil die Vorhaben zu nah an Routineentwicklung beschrieben werden oder Risiken und Neuartigkeit nicht greifbar dargestellt sind.

Dieser Beitrag zeigt dir kompakt, was förderfähig sein kann, wo die typischen Fallstricke liegen und wie du Software-Innovation so dokumentierst, dass sie in der Bescheinigungsprüfung nachvollziehbar wird.


Forschungszulage: Warum sie für Software-Teams so attraktiv ist

Die Forschungszulage ist für viele Softwareunternehmen eine der besten Optionen, weil sie:

  • breit anwendbar ist (nicht nur für „klassische" Industrie),
  • Innovationen in digitalen Produkten, Plattformen und Systemen adressieren kann,
  • und besonders dann interessant ist, wenn du kontinuierlich an anspruchsvollen technischen Themen arbeitest.

Wichtig: Es geht dabei nicht um „Forschung um der Forschung willen", sondern um Innovation mit technischem Risiko – also um Vorhaben, bei denen der Ausgang nicht sicher ist.

Mehr Hintergrund findest du auch auf dieforschungszulage.de (interne Einordnung & Erstberatung).


Ist Softwareentwicklung überhaupt förderfähig?

Ja – Softwareprojekte können förderfähig sein, wenn sie über Standardentwicklung hinausgehen und ein technologisches Neuland betreten. Entscheidend ist nicht, ob du „SaaS" baust oder „eine App" entwickelst, sondern was daran technisch neu und unsicher ist.

In der Praxis ist die Herausforderung: Software ist immateriell. Deshalb muss man im Antrag besonders sauber erklären:

  • Was genau ist die Innovation?
  • Warum ist sie nicht trivial?
  • Woran könnte die Umsetzung scheitern (technische Unsicherheit)?
  • Wie gehst du planmäßig vor – bis zum Prototyp?

Die 4 Erfolgsfaktoren für Softwareprojekte (so denkt die Prüfung)

1) Klare Abgrenzung: Innovation vs. Routineentwicklung

Nicht förderfähig sind typischerweise Tätigkeiten wie:

  • reine Anpassungsprogrammierung,
  • Migrationen (z. B. On-Premise → Cloud) ohne neuen technischen Ansatz,
  • Portierungen, Standard-Integrationen, Konfigurationen,
  • Debugging, reine Dokumentation, Wartung/Support.

Förderfähig wird es, wenn du z. B.:

  • neue Methoden nutzt oder bestehende Methoden neu kombinierst,
  • bei technischen Parametern messbar Neues erreichst (z. B. Latenz, Skalierung, Genauigkeit, Robustheit),
  • eine Funktionalität ermöglichst, die so mit dem Stand der Technik nicht erreichbar ist.

Praxis-Tipp von dieforschungszulage.de: Formuliere nicht „Wir entwickeln ein neues Feature", sondern:
„Wir lösen ein technologisches Problem, für das es keine etablierte Standardlösung gibt."


2) Neuartig sind Ziel und Lösungsweg (nicht nur das Produkt)

Ein häufiger Fehler: Das Produktziel ist neu (für dein Unternehmen), aber der Lösungsweg ist Standard (für den Markt). Förderfähig wird es erst dann, wenn dein Projekt zeigt:

  • neue technische Ansätze, oder
  • eine neue Kombination bewährter Ansätze, die zu einem erkennbar neuen technischen Weg führt.

Leitfrage:

  • Wo betreten wir technologisches Neuland?

3) Technische Risiken präzise benennen (nicht „Buzzwords")

Bei Softwareprojekten werden Risiken oft zu allgemein formuliert („Komplexität", „KI halluziniert", „Algorithmen sind neu"). Besser ist:

  • Risiken entlang des Lösungswegs beschreiben,
  • mit Zielparametern konkretisieren (z. B. Antwortzeiten, Fehlerraten, Durchsatz, Speicherbedarf, Stabilität unter Last, Aussage-Sicherheit).

Beispiele für gute Risikofamilien (je nach Projekt):

  • Echtzeit-/Latenzkriterien
  • Skalierung & Systemkomplexität
  • Zuverlässigkeit/Aussage-Sicherheit (z. B. bei KI-gestützten Entscheidungen)
  • gegenläufige Optimierungsgrößen (z. B. Genauigkeit vs. Performance)

4) Planmäßigkeit: Scrum erklären reicht nicht

Agile Methoden sind in der Entwicklung normal – aber für die Forschungszulage brauchst du zusätzlich:

  • einen verständlichen Arbeitsplan mit Arbeitspaketen,
  • eine klare Logik, wie du Unsicherheiten schrittweise reduzierst,
  • und ein definiertes Projektende, häufig: erster funktionsfähiger Prototyp.

Wichtig: Förderfähig sind typischerweise die Schritte bis zum Prototyp, nicht der Regelbetrieb, Rollout, Wartung oder Routineverbesserungen.


Was ist mit externen Dienstleistern und Freelancern?

Viele Softwareunternehmen arbeiten mit Agenturen oder Freelancern. Grundsätzlich können solche Aufträge berücksichtigungsfähig sein – aber es gibt Einschränkungen, z. B. zur Ansässigkeit des Dienstleisters (EU) und zur Art der Kostenansetzung.

Wenn du viel über Externe entwickelst, lohnt sich eine saubere Strukturierung der Zusammenarbeit (Leistungsbeschreibungen, Zuordnung zu Arbeitspaketen, Nachweis der innovationsbezogenen Tätigkeiten).


So unterstützt dieforschungszulage.de bei Softwareprojekten

Wir unterstützen dich durch die folgenden Punkte:

  • Höhere ansetzbare Kosten: Wir helfen dir, förderfähige Aufwände sauber zu identifizieren, korrekt abzugrenzen und vollständig zu dokumentieren – damit du nichts liegen lässt, was im Projekt tatsächlich förderfähig ist.
  • Weniger Zeitaufwand intern: Statt wochenlang an Formulierungen, Abgrenzungen und Nachweislogik zu feilen, bekommst du eine klare Struktur, schnelle Entscheidungen und eine belastbare Antragsstory.
  • Deutlich höhere Erfolgsquote: Mit professioneller Begleitung steigt die Erfolgswahrscheinlichkeit spürbar – von 75% auf 92%.

Wenn du eine schnelle Einordnung möchtest, schau dir auch unsere Referenzprojekte an.


Hast Du noch Fragen zu diesem Thema?

Gerne besprechen wir Deinen konkreten Fall in einer kostenlosen Erstberatung. Wir finden in wenigen Minuten heraus, wie viel Förderung Du für Dein Unternehmen erhalten kannst.

Jetzt anrufen
Erich - Ihr Ansprechpartner