Was bedeutet ein Personenmonat bei der Forschungszulage?
TL;DR – Zusammenfassung
TL;DR: Ein Personenmonat (PM) beschreibt den Arbeitsaufwand einer Person in einem Monat, der einem Innovationsvorhaben zugeordnet wird. Für die Forschungszulage ist er ein zentraler Baustein, um Personalkosten sauber zu dokumentieren und
gegenüber dem Finanzamt nachvollziehbar
zu begründen. Wer Personenmonate korrekt plant und nachweist, reduziert Rückfragen, erhöht die Bewilligungssicherheit und
beschleunigt die Auszahlung
.
Warum dieser Artikel wichtig ist
Ich sehe in der Praxis immer wieder, dass Unternehmen mit sehr guten Innovationsprojekten unnötig Zeit verlieren – nicht wegen der Idee, sondern wegen der unklaren Aufwandslogik. Der Personenmonat ist dabei ein Schlüsselbegriff: Er verbindet Projektarbeit, Zeiterfassung und die förderfähigen Kosten der Forschungszulage.
Wenn Du verstehst, wie Personenmonate funktionieren, kannst Du:
- Innovationsaufwände plausibel und prüffest darstellen,
- die forschungszulage Personenmonat-Logik sauber in Deine Projektplanung integrieren,
- typische Fehler vermeiden, die zu Nachfragen oder Kürzungen führen.
Was ist ein Personenmonat (PM)?
Ein Personenmonat ist eine standardisierte Einheit für Arbeitsaufwand:
1 Personenmonat = die Arbeitsleistung einer Person über einen Monat (bezogen auf ihre vertragliche Arbeitszeit).
Wichtig: Es geht nicht um „Kalendertage“, sondern um zuordenbaren Aufwand im Innovationsvorhaben. Wenn eine Person nur teilweise am Projekt arbeitet, entsteht entsprechend nur ein anteiliger Personenmonat.
Beispiel:
- Mitarbeitende A arbeitet in einem Monat zu 50 % am Innovationsvorhaben → 0,5 Personenmonat
- Mitarbeitende B arbeitet zu 100 % am Vorhaben → 1,0 Personenmonat
- Summe im Monat: 1,5 Personenmonate
Personenmonat vs. Personentag vs. Stunden – was zählt in der Forschungszulage?
In der Forschungszulage kommt es im Ergebnis auf förderfähige Personalkosten an – aber die Darstellung des Aufwands muss nachvollziehbar sein. Unternehmen nutzen dafür oft:
- Stunden (sehr genau, aber aufwändiger),
- Personentage (guter Mittelweg),
- Personenmonate (sehr gut für Planung, Controlling und Plausibilisierung).
Ich empfehle Personenmonate besonders dann, wenn Du:
- mehrere Rollen/Teams im Vorhaben hast,
- Aufwand über Monate/Phasen planst,
- eine verständliche und audit-freundliche Logik brauchst.
Wie hängen Personenmonate und förderfähige Personalkosten zusammen?
Für die Forschungszulage sind in vielen Fällen Personalkosten der größte Kostenblock. Personenmonate helfen, diese Kosten transparent dem Innovationsvorhaben zuzuordnen.
Typischer Ablauf:
- Rollen & Arbeitspakete im Innovationsvorhaben definieren
- Aufwand in Personenmonaten je Phase planen
- Aufwand mit Zeiterfassung/Projektunterlagen belegen
- Personalkosten daraus ableiten und begründen (prüffest)
Mehr Hintergrund, wie wir das in der Praxis strukturiert aufsetzen, findest Du auf dieforschungszulage.de.
Häufige Fehler bei Personenmonaten (und wie Du sie vermeidest)
Aus meiner Beratungspraxis sind das die Klassiker:
- Unklare Projektabgrenzung: „Alles, was das Team macht“ ist nicht automatisch Innovationsaufwand.
- Keine konsistente Logik: Planung in PM, Nachweis in „ungefähren Stunden“ ohne Herleitung.
- Aufwand ohne Ergebnisbezug: Personenmonate sollten zu Arbeitspaketen, Hypothesen, Tests oder technischen Unsicherheiten passen.
- Zu späte Dokumentation: Am besten parallel zum Projekt – nicht erst Monate später „rekonstruieren“.
Warum die Forschungszulage gerade für Innovationsprojekte so attraktiv ist
Die Forschungszulage ist für viele Unternehmen eine der effektivsten Möglichkeiten, Innovationskosten finanziell abzufedern – unabhängig von Branche und (in vielen Fällen) auch unabhängig von klassischer „F&E-Abteilung“.
Mein Ziel ist es, dass Du:
- die förderlogische Sprache sicher beherrschst (z. B. Personenmonat),
- den Prozess schlank hältst,
- und die Chance auf eine reibungslose Förderung maximal erhöhst.
Wenn Du die Bescheinigung effizient vorbereiten möchtest: Die offizielle Anlaufstelle für den Antrag ist u. a. bescheinigung-forschungszulage.de (offizielle Plattform). Weitere Einordnung und Praxisleitfäden findest Du bei dieforschungszulage.de.